Parfüm ist ein beliebtes Accessoire – kann aber auch Allergien auslösen

 

 

 

 

 

Stellen spezielle Zellen des Immunsystems eine vermeintliche Gefahr durch diverse Substanzen fest, bilden sich Antikörper, damit in Zukunft kein Risiko mehr von dem Allergen ausgeht. Kommt der Körper später erneut in Kontakt mit dem Allergen, reagiert die Körperabwehr. Im Deo-Bereich werden Reaktionen oft durch die enthaltenen Duftstoffe ausgelöst.

Aber nicht nur diese können Allergien auslösen, sondern auch andere Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Konservierungsmittel oder Öle. Wie es genau zu allergischen Erkrankungen kommt, ist nicht abschließend geklärt. Gene spielen eine Rolle, aber auch der ständige Kontakt mit Allergieauslösern ist entscheidend.

 

Symptome einer Kontaktallergie

Nach dem Auftragen eines Deodorants können die typischen Symptome einer Kontaktallergie wie Juckreiz auf der Haut, Rötungen im Achselbereich, Bläschen oder auch Pusteln auftreten. Auch das Gefühl von Brennen auf der Haut, Pickelchen und eine besondere Empfindlichkeit deuten auf eine allergisch bedingte Reaktion hin. Diese Körperreaktionen können direkt nach dem Auftragen oder aber auch erst nach längerer Nutzung eines Produkts auftreten und bis hin zu Ekzemen gehen. Wenn solche Symptome auftreten, sollte man einen Arzt konsultieren und das Produkt, welches die Reaktion ausgelöst hat, gleich mitnehmen. Der Arzt kann anhand der Inhaltsstoffe, den geeigneten Allergietest auswählen um herauszufinden auf welche Stoffe man eine Unverträglichkeit ausgebildet hat. Ist der Übeltäter gefunden, kann man in der Regel auf Produkte zurückgreifen in denen das Allergen nicht enthalten ist.

 

Empfindliche Haut

Scharfes Essen lässt sie erröten, heiße oder kalte Temperaturen trocknet sie aus, macht sie rissig oder lässt sie schuppen: unsere Haut, das größte Organ. Empfindliche Haut reagiert schnell mit Irritationen und Rötungen. Sonne und neue Kosmetika bergen die Gefahr nicht gut vertragen zu werden, auch Stress schlägt sich sichtbar auf das Hautbild nieder. Kommt unsere Haut mit synthetischen Duftstoffen, ätherischen Ölen, Konservierungsstoffen und anderen Hautreizern in Berührung, reagiert sie unter Umständen mit Rötungen, Pickelchen oder Quaddeln. Empfindliche Haut muss behutsam behandelt werden - die Pflegestrategie lautet daher: Weniger ist mehr. Alles, was empfindliche Haut reizen könnte, sollte deshalb möglichst vermieden werden. Und: Die richtige Pflege ist essenziell. Vor drastischeren Schritten, sich Wirkstoffe, die die Schweißproduktion hemmen, beim Dermatologen injizieren zu lassen, Arzneimittel gegen das Schwitzen einzunehmen oder sich sogar die Schweißdrüsen operativ entfernen zu lassen, um die Benutzung von Deos gänzlich zu vermeiden, kann die Wahl des richtigen Deodorants oder Antitranspirants Abhilfe verschaffen.

Deokristalle versprechen Abhilfe und sind für viele Allergiker und ihre geplagten Achseln eine sichere Option. Sie verfügen nämlich über einen großen Vorteil: Sie bestehen aus nur einem Wirkstoff. Die Wahrscheinlichkeit, auf diesen negativ zu reagieren ist äußerst gering. Deokristalle können entweder über einen Rollon aufgetragen oder als Spray aufgesprüht werden. Ist das richtige Deo also gefunden, sollte man es für ein bestmögliches Ergebnis auch richtig verwenden. Vor dem Auftragen oder Einsprühen der Achsel muss man diese reinigen, gut abtrocknen und das Produkt auf der abfrottieren Achsel anwenden. Aber nicht allein die Wahl des richtigen Deodorants kann im Kampf gegen übermäßiges Schwitzen helfen, auch unsere Lebensweise wirkt unterstützend: Leichte, luftdurchlässige Kleidung, die nicht zu enganliegend geschnitten ist und aus atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle, Seide oder Leinen besteht, sind sehr empfehlenswert. Kunstfaserkleidung sollte man meiden. Auf stark gewürzte Speisen und auch auf Koffein sollte weitestgehend verzichtet werden. Das heißt Kaffee, Energy Drinks und Mate am besten nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

Ratsam ist auch der Verzicht auf den Genuss von Alkohol, da auch er zu den schweißtreibenden Getränken zählt. Unter den Armen entwickelt sich ein besonders intensiver Geruch, da hier die Bedingungen für Bakterien besonders gut sind. Also ist eine Rasur der Achselhaare in jedem Falle hilfreich. Eine weitere Option bei starkem Schwitzen können Pads sein. Sie werden in die Kleidung auf Höhe der Achseln geklebt aber mindern das Schwitzen nicht, sondern schützen lediglich die Kleidung. Auch regelmäßige Saunagänge können die Schweißproduktion mindern. Um Gerüche zu vermeiden sollte man sich natürlich regelmäßig waschen, frischer Schweiß riecht in der Regel nicht. Der Gestank bildet sich meist erst durch Bakterien die zum Beispiel in den Achselhöhlen nisten. Natürlich genügt das allein nicht für einen rundum geruchlosen Auftritt. Es ist wie immer im Leben: Auch die persönliche Veranlagung spielt eine große Rolle. Nicht nur, dass wir unterschiedlich riechen, wir nehmen Düfte auch ganz verschieden wahr. Den einen kann man gut riechen, den anderen weniger.

 

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