Sport und wie mein Körper darauf reagiert

 

 

 

 

 

Im Winter fällt es den meisten von uns noch schwerer sich aufzuraffen, aber wer gesund sein und bleiben will, sollte den Weg ins Fitnessstudio nicht scheuen. Bewegung und Sport tut unserem Körper einfach gut: Gelenke, Muskeln und auch unser Stoffwechsel profitieren davon. Der ist nämlich losgelöst von unserer persönlichen Konstitution in der frostigen Jahreszeit, ähnlich wie unsere Motivation, auf dem Tiefpunkt. Durchs vermehrte Einkuscheln in die eigenen vier Wände fehlen uns vor allem Sauerstoff und Licht – zwei Faktoren, die den Stoffwechsel in Gang bringen und sich auf unser Wohlbefinden auswirken. Wie gut unser Stoffwechsel funktioniert, bestimmen zwar auch unsere Gene - der weitaus größere Teil lässt sich allerdings durch den Lebensstil beeinflussen. Wenn der Stoffwechsel gut läuft, kann man beherzter dinieren, ohne dass es sich auf der Taille niederschlägt. Und man fühlt sich wesentlich wacher und fitter.

 

Der Stoffwechsel umfasst die Gesamtheit der biochemischen Prozesse, die in unserem Körper ablaufen. Aus Lebensmitteln produziert er verwertbare Energie für die Zellen baut die darin enthaltenen Vitamine und Nährstoffe genau dort ein, wo sie benötigt werden. Überschüssige Energie wird als Fett. Dieser Prozess wird von Botenstoffen, Hormonen und Enzymen gesteuert, die die einzelnen Reaktionen erst ermöglichen. Wenn man rennt und das eigene Herz schlagen spürt, ist das ein Zeichen dafür, dass der Kreislauf in Schwung kommt. Aber heißt das auch, dass der Stoffwechsel angekurbelt wird? Man kann sich das Herz-Kreislauf-System wie ein Versorgungsunternehmen für den Körper vorstellen, das Sauerstoff, Zucker, Fette, Mineralien, Vitamine oder auch Abwehrzellen durch die Blutbahnen transportiert.

Wenn man seinen Kreislauf anregt, bedeutet das, dass das Blut schneller fließt, und die Nährstoffe eher bei den Zellen angelangen. Der eigentliche Stoffwechsel findet daraufhin in den Zellen statt. Sportler haben in der Regel einen gut funktionierenden Stoffwechsel, außer sie verbringen viel Zeit im Sitzen. Lange Phasen körperlicher Inaktivität sorgen für einen heruntergefahrenen, langsameren Stoffwechsel. Auch der Regelkreis von Enzymen und Botenstoffen kommt ins Stocken und somit beispielsweise auch der Fettstoffwechsel: Unsere Muskeln nehmen weniger Fette auf, um sie zu verbrennen und produzieren und setzten weniger Botenstoffe frei, wie zum Beispiel Myokine. Vieles deutet darauf hin, dass Myokin er die Immunabwehr stärkt und vielen Krankheiten vorbeugt.

Die Gesamtheit der biochemischen Vorgänge im Körper sind also nichts anderes als der Ausdruck unserer Gesundheit. Auch Ernährung ist ein wichtiges Thema für den Stoffwechsel, gezieltes Hungern keine Lösung. Wenn der Organismus in eine Unterversorgung gerät, wechselt er in einen „Sparmodus“ um den Energieverbrauch zu reduzieren und fährt die Stoffwechsel-Aktivität der inneren Organe so weit wie möglich runter. Die größten Energieverbraucher, die Muskeln, werden zuerst abgebaut. Dieser Sparmodus hält länger an als die Hungerphasen - die Folge ist der Jojo-Effekt. Besser als hungern ist es, die Energiedichte der Nahrung zu senken. Satt werden wir nämlich auch mit kalorienarmen Lebensmitteln, wenn die Menge den Magen füllt.

Sofortmaßnahmen um in Schwung zu kommen, sind ganz leicht durchführbar: Das Anspannen und Dehnen der Muskeln erhöht sofort die Durchblutung und verbessert damit die Nährstoffversorgung in den Zellen. Auch die Temperatur der heimischen Heizung zu reduzieren, ist ein geeignetes Mittel für einen gut funktionierenden Stoffwechsel, da eine der Hauptaufgaben in der Regulierung der Körpertemperatur besteht. Diese sollte stets bei etwa 36,6 Grad liegen - je wärmer es durch äußere Einflüsse ist, desto weniger arbeitet der Stoffwechsel. Spaziergänge und vor allem tiefes Durchatmen helfen sofort, Eisenmangel sollte vermieden werden. Einem gut funktionierenden Stoffwechsel und einem somit regulierten und gesunden Schweißausstoß steht so nichts mehr im Wege.

 

 

Kommentare